Branchen-News

Lesen Sie aktuelle Nachrichten und Trends zur Vending- und Kaffeebranche. Informieren Sie sich vor, während und nach der Eu’Vend & coffeena über globale Trends in Vending und Kaffee. Branchen-Akteure kommen zu Wort und gewähren Einblick in ihre Sicht auf die aktuellen Branchen-Themen. Lesen Sie hier, was die Branche bewegt.


Ob frei wählbarer Schreibtisch oder Co-Workingspaces, ob variable Module im Großraumbüro oder Meetingpoints in offenen Flurbereichen mit Stromversorgung und Netzwerkanschluss: Die Arbeitswelten verändern sich. Vielerorts sind die Zeiten vorbei, an denen der einzelne Mitarbeiter „von 9 bis 5“ abgeschirmt an seinem Schreibtisch saß und seine Arbeit erledigte, unterbrochen vielleicht durch den Gang zur Kantine oder eine Besprechung im Konferenzraum.

Arbeit ist flexibel geworden. Teilzeitmodelle werden immer häufiger umgesetzt, Home Office und externe Arbeitsplätze außerhalb des Unternehmens eröffnen neue Möglichkeiten. Start-ups, aber auch längst etablierte Firmen wie Google oder Facebook treten mit einer veränderten Philosophie an, die Arbeit und Privatleben stärker miteinander verbindet und in Einklang zu bringen versucht – Stichwort „Work-Life-Balance“. Treiber dieser Entwicklung ist die so genannte Generation Y, die nach 1980 Geborenen, die als „Digital Natives“ wie selbstverständlich mit Internet und mobiler Kommunikation aufgewachsen sind. Sie legen Wert auf Familie und Freizeit und verstehen Arbeit nicht als Konstrukt fester Strukturen und starrer Hierarchien, sondern verbinden damit Offenheit, Austausch und Teamwork.

„Als Folge dieser Entwicklung verändert sich auch das Erscheinungsbild des Büros. Wir richten mehr Kommunikationszonen und Projekträume ein. Beides sind potenzielle Einsatzbereiche für Office Coffee Services“, so Barbara Schwaibold, Pressesprecherin des Industrieverbandes Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA), dem Branchenverband für die Gestaltung von ganzheitlichen Arbeitswelten.

Fast schon zwangsläufig ist Office Coffee Service (OCS) ein Thema, das voll im Trend liegt und dessen Potenzial von immer mehr Unternehmen und Anbietern genutzt wird. Stefanie Mauritz, Projektmanagerin der Eu’Vend & coffeena, kann das bestätigen: „Mit den Arbeitswelten verändern sich auch die Anforderungen an eine zeitgemäße Versorgung von internen und externen Mitarbeitern sowie Kunden mit Heiß- und Kaltgetränken sowie Snacks. Eine „Coffee Corner“ ist dabei ein wichtiges Element.“ So wichtig, dass die Eu’Vend & coffeena diesem Thema eine eigene Sonderschau widmet: die Office Coffee Corner. Hier präsentieren Anbieter wie Jacobs Douwe Egberts und N&W Global Vending GmbH ihre Lösungen. Friedhelm Neumeier, Key Account HoReCa bei N&W: „Wir haben nicht nur erkannt, dass der OCS-Markt einer der am stärksten wachsenden Märkte in Deutschland ist, sondern diesen Markt in den letzten Jahren auch mitgeprägt.“

Warum entscheiden sich (immer mehr) Unternehmen für OCS? Neben der Reaktion auf veränderte Wünsche und Bedürfnisse in Sachen Arbeitsplatzgestaltung gibt es vor allem drei ausschlaggebende Faktoren:

  • OCS-Angebote tragen dazu bei, einen Raum zu schaffen, in dem sich Mitarbeiter treffen und austauschen können. Das fördert nicht nur eine angenehme Arbeitsatmosphäre und das Miteinander: Die Mitarbeiter müssen für ihre „Kaffeepause“ das Büro nicht verlassen (etwa, um zum Coffee Shop an der nächsten Ecke zu gehen). Die Folge: eine erhöhte Präsenz am Arbeitsplatz und damit eine gesteigerte Produktivität.
  • Apropos Produktivität: Die entspannende und anregende Wirkung gerade von Kaffee führt bei vielen Menschen zu einer verbesserten Leistungsfähigkeit. Die sprichwörtliche „gute Tasse Kaffee“ hilft dabei, sich neu zu sortieren und Aufgaben mit neuer Dynamik anzugehen.
  • Last but not least zeigt sich in OCS-Lösungen auch die Wertschätzung gegenüber den eigenen Mitarbeitern: Die Gratis-Versorgung mit Kaffee, Tee, Wasser oder auch Snacks drückt eine Form der Anerkennung aus – mit positiven Auswirkungen auf Einsatzbereitschaft und Betriebsklima. Neumeier: „Vorgesetzte, Geschäftsführer und Inhaber haben erkannt, dass ein guter Kaffee eine hervorragende Mitarbeitermotivation ist, so ist heute ein guter Kaffee am Arbeitsplatz in Deutschland fast nicht mehr wegzudenken.“

Hinzu kommt, dass OCS-Lösungen oft sehr einfach und kostengünstig umgesetzt werden können. Schwaibold: „Wir haben zwei Entwicklungen. Einerseits Kaffeebars, die während der Hauptarbeitszeiten mit Servicepersonal besetzt sind. Beschäftigte und Gäste werden hier umsorgt, mit persönlicher Dienstleistung sowie einer vergleichsweise breiten Auswahl an Warm- und Kaltgetränken und Snacks verwöhnt. Andererseits, und das ist sicher der größere Markt, sind gute Kaffee- und gegebenenfalls hochwertige Verkaufsautomaten gefragt, die – bei regelmäßiger Wartung – im Selfservice funktionieren und dezentral in den unterschiedlichen Kommunikationsbereichen platziert werden können.“

Gestützt wird diese Entwicklung durch ein großes Angebotsspektrum: Von der kleinen Table-Top-Kapselmaschine bis zum Kaffeevollautomaten oder Standgerät, vom hygienischen Wasserspender bis zum Kaltgetränke-Automaten, vom individuellen Wartungs- und Reparaturservice bis zum „Rundum-Sorglos-Paket“ ist eine Vielzahl von Angeboten und Leistungen erhältlich, die für jede Unternehmensgröße ein maßgeschneidertes Angebot ermöglicht.

Unabhängig davon, welche Lösung ein Unternehmen bei aller Vielfalt wählt: Die Qualität muss stimmen. Die Auswahl der Getränke, ihre Zubereitung sowie das Design der Geräte sind ebenso wichtige Faktoren wie die technische Zuverlässigkeit und Langlebigkeit. Anbieter professioneller OCS-Lösungen wissen das. Jutta Lemcke, Consultant PR & Digital Media bei Lavazza: „Unser erstes Ziel ist die Kundenzufriedenheit, deshalb setzen wir im Office Coffee Service auf individuelle Lösungen, intensive Beratung und Top-Service." In exakt dieselbe Richtung zielt Sven Kliebisch, Geschäftsführung CEO bei servomat steigler: „Im Dreiklang zwischen Maschine, Produkt und Service zählen individuelle und innovative Angebote, die nicht nur Geschmack und Vielfalt sicher stellen, sondern es zum Beispiel auch ermöglichen, Maschinen über Fernwartung mittels Telemetrie auszusteuern und zu justieren.“

Perfekt konfiguriert und kundenorientiert: Die Eu’Vend & coffeena beweist, dass das „Bild alter Getränkeautomaten, die, irgendwo in Fluren aufgestellt, Getränke zweifelhafter Qualität ausgeben“ (Schwaibold) schon lange der Vergangenheit angehört. OCS ist ein elementarer Baustein für das Büro der Zukunft.

Unsere Gesellschaft wird immer mobiler. Seit Jahren schon ist ein Trend zu beobachten: raus aus den eigenen vier Wänden, rein in das Leben außerhalb des eigenen Zuhauses. Nicht immer, aber immer öfter. Doch der Außer-Haus-Markt wächst nicht nur durch Freizeitaktivitäten: Hinzu kommt, dass bei vielen Berufstätigen Wohnort und Arbeitsstelle schon lange nicht mehr in derselben Stadt liegen. Jeden Morgen machen sich Heerscharen von Pendlern auf den Weg zur Arbeit, nicht selten verbunden mit Fahrtzeiten von einer Stunde und länger.

Wir sind unterwegs – und wollen dabei auf zumindest eines nicht verzichten: Kaffee. Schon seit Jahren wächst der Kaffeekonsum, weltweit und in Europa. Auch in Deutschland ist Kaffee das beliebteste Getränk, vor Wasser und Bier. Folgerichtig ist auch der „Coffee to go“ aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken, bietet er doch für die „mobile Generation“ das, was man gemeinhin am Kaffee schätzt: wahlweise den Moment der Entspannung und Ruhe oder des Energiekicks und der Anregung.

Ohnehin zeichnet sich der Kaffeemarkt durch eine zunehmende Individualisierung aus. Während es früher einfach nur „Filterkaffee für alle“ gab, haben nicht nur verschiedene Kaffeespezialitäten Einzug in den täglichen Genuss halten – vom Klassiker Latte Macchiato bis zu Cold-Brew-Kreationen –, auch die Zubereitung wird individueller. Moderne Kaffeevollautomaten erlauben die variable Regulierung etwa von Mahl- und Röstgrad sowie Brühtemperatur und Wasserdruck. „Meine Tasse Kaffee“ ist wirklich genau das geworden – und frischer, portionierter Coffee to go kommt diesen individuellen Ansprüchen entgegen.

Nicht zuletzt ist Coffee to go auch Ausdruck eines Lifestyles: Der Becher in der Hand symbolisiert Weltgewandtheit und Offenheit, er gilt als angesagt und trendy, ohne nur platt, jung und hip zu sein. In Deutschland trinkt rund jeder Dritte seinen Kaffee (auch) unterwegs, die Jüngeren etwas häufiger als die Älteren, Frauen etwas mehr als Männer.

Coffee to go ist ein fester Bestandteil gerade des urbanen Lebens geworden. Es gibt ihn überall. In Bäckereien und Tankstellen, in Bahnhöfen und Flughäfen, in Stehcafés und Coffee-Shops, in Supermärkten und Autowerkstätten. „An jeder Ecke“ wartet der Coffee to go auf Abnehmer. Auch die Qualität ist inzwischen über (fast) jeden Zweifel erhaben. So stellt der Bundesverband der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft e. V. (bdv) fest: „Die Kaffeequalität bei Automaten hat dank optimierter Brühtechniken (Frisch- & Espressobrüher, InCup, Kapsel, Instant etc.) und der verwendeten Produkte längst das Niveau der gehobenen Gastronomie erreicht.“ In Kundenbefragungen landet der Geschmack in schöner Regelmäßigkeit auf dem ersten Platz bei den Antworten auf die Frage nach den wichtigsten Kriterien des Kaffeegenusses.

Im lukrativen Markt des Unterwegs-Kaffees mischen nicht nur etablierte Kaffeeanbieter wie Tchibo, Melitta und Dallmayr mit. Auch Getränkeriesen wie Coca-Cola haben das Geschäft für sich entdeckt. Übrigens: Der größte Coffee-to-go-Anbieter in Deutschland ist mit rund 85.000 verkauften Kaffees pro Tag die Tankstellen-Kette Aral, die zum britischen BP-Konzern gehört.

Ein Aspekt, der bei Coffee to go zunehmend in den Fokus rückt, ist das Thema der Nachhaltigkeit. Wie bei normalem Kaffeepulver und Bohnen auch, sorgen Siegel und Zertifikate, die den fairen Anbau und Handel bestätigen, für ein gutes Gewissen. Eine andere Diskussion nimmt in jüngster Zeit an Fahrt auf: „Einweg“ versus „Mehrweg“.

Einwegbecher sind für die Konsumenten einfach und convenient, zudem gibt es inzwischen, dank Fortschritten in der Verpackungstechnik, Lösungen wie kompostierbare Becher oder solche aus recyceltem Material. Dennoch, argumentieren Kritiker: Einwegbecher, nach einmaligem Gebrauch weggeworfen, verursachen zu viel Müll, zumal nicht alle Becher dort landen, wo sie hingehören. Demgegenüber sehen die Befürworter von Mehrwegbechern ökologische Vorteile. Allerdings lohnt es sich auch hier, genauer hinzuschauen: Neben der Frage nach dem Ressourcen- und Energieaufwand bei der Reinigung von Mehrwegbechern stehen Faktoren der Hygiene im Raum: Wie kann in Ausgabestellen sicher gestellt werden, dass mitgebrachte Becher nicht zu Verunreinigungen führen? Lassen strenge Hygienevorschriften es überhaupt zu, dass Kunden ihre eigenen Becher zum Befüllen mitbringen?

Nicht nur für diese Fragen bietet die Eu’Vend & coffeena die perfekte Plattform. Sicherlich werden auch Innovationen und neue Ideen heiß diskutiert, etwa Automaten, die auch den Deckel zum To-go-Becher ausgeben, laut bdv „der kleinste Coffeeshop der Welt“, oder integrierte Chips im Deckel zum Bezahlen. Stefanie Mauritz, Projektmanagerin der Eu’Vend & coffeena: „Mit allen Aspekten rund um den lukrativen Coffee-to-go-Markt bietet die Messe jede Menge Geschäftspotenziale zum Mitnehmen.“

Ist das die Zukunft des Einkaufens? Der Online-Händler Amazon testet in den USA mit Amazon Go ein Supermarktkonzept, das gänzlich ohne Kassen auskommt – und ohne Personal. Der Kunde meldet sich beim Betreten des Shops über eine App an, nimmt die Waren aus dem Regal und verlässt den Laden wieder. Dank gespeicherter persönlicher Daten und dank „schlauer Regale“, die per Sensortechnik wissen, welche Waren der Kunde entnommen hat (und eventuell auch wieder zurückstellt), wird der Einkaufsbetrag automatisch vom Konto des Käufers abgebucht.

Die Vorteile für die Kunden liegen auf der Hand: Es gibt keine Wartezeiten, die Fragen „Habe ich genügend Bargeld dabei?“, „Kann ich mit Karte zahlen?“ und „Mit welcher Karte kann ich zahlen?“ gehören der Vergangenheit an. Dennoch muss der Kunde neben dem Warenwert noch mit einem weiteren Preis rechnen: Er wird noch gläserner. Denn natürlich registriert Amazon nicht nur, wer den Laden betritt und welche Waren gekauft werden, sondern kann auch Einkaufshäufigkeit, individuell bevorzugte Artikel oder das Interesse an bestimmten Produkten festhalten und analysieren.

Was Amazon testet, ist in den USA schon länger ein Thema und entfaltet sich in Europa und Deutschland erst langsam: der so genannte „Micro Market“. Was verbirgt sich dahinter? Kurz gesagt, ein Shopsystem, in dem die Waren nicht aus Automaten, sondern aus „normalen“ Regalen und Kühlelementen angeboten werden, aber keine Bedienung bzw. Mitarbeiter benötigt werden. Die Käufer nehmen die Waren aus den Regalen und bezahlen an automatischen Kassensystemen, an denen sie ihre gekauften Produkte selber einscannen (da wäre Amazon schon einen Schritt weiter).

Einen Shop dieser Art gibt es im schwedischen Viken. Robert Ilijason hat dort einen Laden eröffnet, dessen Angebot einem kleinen Supermarkt entspricht. Per App öffnen Kunden die Tür und scannen die Produkte ein, die sie kaufen wollen. Ein Klick auf „Bezahlen“, und die Rechnung kommt jeden Monat ins Haus geflattert. Der Shop ist aufgrund seiner Zugangsregelung per App 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr geöffnet. Um sich zu registrieren, benötigen Kunden ihre „Bank ID“, die in Schweden weit verbreitet ist, weil sie für das Online-Banking eingesetzt wird.

Das Potenzial der Idee ist offensichtlich: Mit unbemannten Shops lässt sich auch dort eine Versorgung mit Produkten sicherstellen, wo der nächste Supermarkt weit weg liegt. Das war übrigens auch die Initialzündung für Ilijason: Als er zu Hause ein letztes Gläschen mit Babynahrung fallen ließ, suchte er nach einem Supermarkt, in dem er Ersatz kaufen konnte – mit dem Ergebnis, dass er aufgrund der vorgerückten Uhrzeit 20 Kilometer weit fahren musste.

Aber auch an hoch frequentierten Orten bieten Shops ohne Bedienung spannende Potenziale, wenn das Sortiment stimmt. Liegt der Shop beispielsweise auf dem „Nachhauseweg“ von Arbeitern und Angestellten, bieten unkomplizierte Ready-to-eat-Gerichte, die man schnell mit nach Hause nimmt, interessante Umsatzperspektiven. Für hohe Frequenz sorgen auch Kaffee- und Teespezialitäten „on the go“.

Automatisierte Shoplösungen bieten den Vorteil, dass sie in der Größe beliebig skalierbar sind und damit den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden können. Denkbar ist zum Beispiel auch der Einsatz in Bürokomplexen, in denen die Systeme die schnelle und konveniente Versorgung von Mitarbeitern gewährleisten, in Ergänzung zu vielleicht schon vorhandenen Automatenlösungen.

Personal wird letztlich nur zum Einräumen der Ware benötigt. Kunden profitieren vom jederzeit verfügbaren Angebot, das sogar eine persönliche Note bekommen kann. Und zwar dann, wenn es möglich ist, gewünschte Produkte bestellen zu können. Auch bei den Bezahlsystemen ist Flexibilität Trumpf: Vom klassischen Bargeld über die Bezahlung per Bank- oder Kreditkarte bis hin zum Bezahlen per Fingerdruck oder, wie von Amazon getestet, per automatischer Erfassung ist alles denkbar.

Smarte Technologien, intelligente Lösungen und die Orientierung an den Bedürfnissen der Konsumenten: „Micro Markets“ vereinen viele Erfolgsfaktoren, die typisch sind für den automatisierten Verkauf von Waren und Produkten und die auf der Eu’Vend & coffeena 2017 vorgestellt und diskutiert werden.

Eigentlich eine Binsenweisheit: Zum Bezahlen braucht man Geld. Bargeld. Das gilt natürlich auch und besonders für den Kauf von Produkten und Waren aus dem Automaten. Der Bundesverband der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft e. V. (bdv) schätzt, dass ca. 75 % aller Automaten mit Bargeld betrieben, in erster Linie also mit Münzen gefüttert werden.

Noch. Denn schon jetzt kann, eine einfache Rechnung, ca. an einem Viertel der Automaten bargeldlos bezahlt werden. Tendenz steigend. „Cashless payment“ ist ein Trend, der auch vor der Vending-Branche nicht Halt macht – und der in Ländern wie England, Schweden oder Polen ausgeprägter ist als in Deutschland. Für die Benutzer und Betreiber von Automaten ergeben sich einige Vorteile im Vergleich zur Bezahlung mit Münzgeld und Scheinen:

  • Für die Kunden entfällt das lästige Suchen nach dem „passenden Kleingeld".
  • Die Bezahlung geht schneller und sorgt so für kürzere Wartezeiten. Gerade bei der Verpflegung in Kantinen oder bei öffentlich zugänglichen Verkaufsautomaten ist das ein wichtiger Faktor für die Anwender-Zufriedenheit.
  • Für den Operator wird der Betrieb des Automaten effizienter und wirtschaftlicher, da die Auszahlung (und damit das Bereithalten und Nachfüllen) von Wechselgeld entfällt. Geld- und Wechselgeldinventur gehören der Vergangenheit an.
  • Da sich im Automaten keine Bargeldbestände befinden, sinkt das Risiko von Vandalismus und Diebstahl.
  • Die bargeldlose Bezahlung wird von Experten als sicherer und zuverlässiger angesehen als die Barzahlung.

Um an Automaten bargeldlos bezahlen zu können, sind die Möglichkeiten inzwischen deutlich breiter gefächert als nur das Einführen einer ec- bzw. Bankkarte oder Kreditkarte und die Eingabe einer PIN. Eine Schlüssel-Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der Near Field Communication (NFC) zu. Während die Potenziale dieser Technologie bereits vor einigen Jahren erkannt wurden, werden jetzt verstärkt die technischen Voraussetzungen geschaffen. Die Umsetzungsgeschwindigkeit für den Einsatz von NFC nimmt deutlich zu.

Was verbirgt sich hinter NFC? Kurz gesagt, die kontaktlose Übertragung von Daten aus kürzester Entfernung. Einige der gängigsten Anwendungen für NFC sind das Öffnen der Hotelzimmertür mit einer Karte oder das „Aufschließen“ des Autos beim Carsharing. Wenn es um das Bezahlen mit NFC geht, lässt sich die Technologie sowohl für Zahlkarten – etwa für Geld- oder Kreditkarten, die von Banken ausgegeben werden – als auch für Smartphones einsetzen („Mobile Payment“). Voraussetzung ist, dass Zahlkarte oder Smartphone mit einem NFC-Chip ausgestattet sind. Die Bezahlung wird ausgelöst, indem Karte oder Smartphone nur kurz unmittelbar vor ein spezielles Lesegerät gehalten werden. Die „Reaktionszeit“ beträgt nicht einmal eine Sekunde; da die Datenübertragung nur aus nächster Nähe und mit den entsprechenden Lesegeräten funktioniert, gilt die Methode als sehr sicher.

Neben der vereinfachten und sehr schnellen Abwicklung der Bezahlung bieten der Einsatz von Zahlkarten oder Smartphones weitere interessante Optionen. Zum Beispiel:

  • Betriebe können Smartcards, die für die Versorgung in der eigenen Kantine oder am Automaten genutzt werden, auch mit Zusatzfunktionen wie Zeiterfassung und Zugangskontrolle ausstatten. Zudem lassen sich Preisstaffelungen oder Belohnungssysteme sehr einfach umsetzen und skalieren.
  • Kunden an frei zugänglichen Automaten können über den Bedienkomfort hinaus mit Loyalitäts- und Treueprogrammen gebunden werden – gerade auch in Verbindung mit einer App. So können Rabatte gewährt oder Produkte kostenlos abgegeben werden.

Bei aller modernen Zukunftsmusik: Natürlich wird auch das Bezahlen mit Bargeld nicht so schnell aus den Automaten verschwinden. Die Technik hat so große Fortschritte gemacht, dass der Betrieb mit Münzen und Scheinen fast vollkommen reibungslos funktioniert. Münzschaltgeräte können anhand festgelegter Eigenschaften Falschmünzen erkennen, Banknotenprüfer weisen eine Annahmerate von an die 100 % auf und akzeptieren sogar verknitterte oder eingerissene Banknoten, und dank innovativer Telemetrie- bzw. Software-Lösungen werden Geldbewegungen und verkaufsrelevante Informationen erfasst und analysiert.

Ob bar oder bargeldlos; ob mit Bankkarte, Kreditkarte, Smartcard oder Smartphone; ob per Bankeinzug, Rechnung oder Aufladen eines Guthabenkontos; ob als geschlossenes Kartensystem innerhalb eines Unternehmens oder als offene Lösung für viele verschiedene Anwendungsbereiche; ob rein als Bezahlung oder verbunden mit dem Reporting und der Auswertung von Daten für Kundenbindung oder Nutzung des Automaten: Das Thema „Payment“ inspiriert mit sehr viel mehr Facetten als der einfache Blick durch einen Münzschlitz vermuten lässt. Die Eu’Vend & coffeena bietet die perfekte Plattform, sich zu allen Trends und Potenzialen auszutauschen.